Foto Rheinische Post Studio Opgenoorth

Vereint gegen Mobbing kämpfen: Premiere im Tanzstudio

Hilden. Eine Gruppe des Tanzstudios Opgenoorth hat das Drama „Ich habe nichts getan“ einstudiert, um auf Mobbing an Schulen hinzuweisen. Samstag war Premiere in den Räumen an der Nordstraße. In dem Stück geht es um das 14-jährige Mädchen Luisa. Durch einen Umzug kommt sie in eine neue Klasse, in der sie nicht viele Freunde hat. In der Schule, der Turnhalle und auf Partys wird sie gehänselt, getreten und erpresst. Zu allem Überfluss erhält sie daheim kaum Unterstützung. Ihr Bruder ist der einzige, der sich Gedanken um Luisa macht. Das emotionale Drama endet mit dem Tod Luisas durch eine Überdosis an Schlafmitteln. Parallel zum Geschehen auf der Bühne sehen die Zuschauer immer wieder Fragmente eines Verhörs mit Luisas einziger wirklicher Freundin Emily. Unterstützt werden die Inhalte durch einstudierte Gesangseinlagen verschiedenster Genres. Von Leonardo Schenk de Oliveira

Die Gruppe ist bereits ein eigespieltes Team. Seit etwa zwei Jahren arbeitet der größte Teil schon zusammen. „Die Theatergruppe ist wie eine zweite Familie für mich“, sagt die 16-jährige Nina Brockes.

Nach der Vorstellung zeigten sich die Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sichtlich erleichtert. „Es war schwierig und wir waren nervös. Aber am Ende war es besser als erwartet“, berichtet Timo Abbas. Der 13-Jährige ist besonders stolz auf die Vorbereitungszeit. Das gesamte Programm von über einer Stunde hatten die Jugendlichen innerhalb von nur sechs Monaten einstudiert. Das wichtigste sei der Spaß am Theaterspielen sagen viele. „Da wir uns alle sehr gut kennen, sind wir ein starkes Team. Dabei ist die Stimmung immer sehr freundlich gewesen und wir lachen oft bei der Arbeit“, erzählt die 17-jährige Sophia Hüffmeister.

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